Gelbe Gefahr

Gestern Abend in einem Club in Leipzig: „Beck’s Asia – was ist denn bitte das?“ „So eine Sommer-Edition, mit Ingwer.“ „Schmeckt das denn?“ „Hat sich noch keiner beschwert.“ Bier mit Ingwer? Hat sich noch keiner beschwert? Macht’s klick?

Als ich ein kleines Kind war, sangen meine Klassenkameradinnen „Mila kann lachen, wie die Sonne über Fujiyama“ noch bevor sie überhaupt von der Deutschen Nationalhymne gehört hatten. Später lasen sie dann Mangas. Statt Hanni und Nanni Sailormoon. Und jetzt?

In Deutschland macht ein Bubble-Tea-Laden nach dem anderen auf. Bubble-Tea, diese Unsitte kommt irgendwo aus China-Taiwan-Südostasien und bedeutet nichts anderes als: Nervenzellentod durch Überzuckerung. Kein Wunder, dass unsere Teenager, Hauptzielgruppe des Trends, in der Schule immer schlechter werden. Zusätzlich wird das Ganze mit fiesen luftröhrenblockierenden Stärkebällchen. Trotzdem tut niemand was dagegen.

Auch die Erwachsenen werden abgegriffen. Statt Turnübungen machen die jetzt Yoga. Statt Schweinshaxen essen sie Sushi. Und das fettarme asiatische Fondue hat längst die urige Schweizer Variante abgelöst.

Sogar Lactoseintoleranz soll hier auf dem Vormarsch sein – ein weiterer Trend aus dem asiatischen Raum.

Wir alle haben einen blinden Fleck und der ist gelb.*

An Philipp Röslers Werdegang lässt sich die Entwicklung besonders gut beobachten:  geboren in Südvietnam, geschickt getarnt durch einen harmlosen Namen, 2009 bis 2011 Bundesminister für Gesundheit, seit 2011 für Wirtschaft und Technologie sowie Vizekanzler. Praktisch alle relevanten Bereiche infiltriert. Welche Farbe hat noch mal die FDP? Macht’s jetzt klick?

Es gibt drei gute Gründe, warum die Asiaten uns so erfolgreich unterwandern können:

  1. Sie sind besser in Mathematik und haben dadurch in einer hochtechnologisierten Welt einen Selektionsvorteil
  2. Sie sind besser in Videospielen und können in der Zeit, die wir länger brauchen, um Super Mario durchzuspielen, Pläne zur Übernahme der Weltherrschaft schmieden
  3. Wir nehmen sie nicht als Bedrohung war

Der große Schwarze Mann, das war noch was, mit dem man Kinder Angst machen konnte. Aber der Japaner in Shorts mit Kamera um den Hals am Titisee? Die dicke Inderin mit dem Punkt auf der Stirn im Sari? Der schmächtige chinesische Geschäftsmann im Anzug? Zarte Thailänderinnen in Schuluniformen? Wer kann hinter den Kulleraugen schon böse Absichten vermuten?

Eine Anekdote: Meine Mitfahrgelegenheit eröffnete mir ganz unverblümt: „Ich hasse Ausländer.“ Ich muss wohl etwas pikiert geschaut haben, denn er ergänzte: „Aber nicht die Chinesen, ne! Die find ich klasse. Aber diese Araber, Türken, Italiener und Griechen…!“

Recht hat er. Wir Asiaten sind schon klasse. Wir sind klüger, haben das bessere Essen und können Gemüse in funktionierende Instrumente verwandeln.

Wenn selbst die Rassisten uns nicht mehr auf dem Schirm haben – wer soll uns jetzt noch stoppen können?

Muahahaha!  (^o^)**

Und jetzt alle:

„Mila ist 12 Jahre alt
Und lebt im fernen Japan.
Kulleraugen, Pferdeschwanz,
der Kopf voll Fantasie.

Früher war sie krank und blass,
doch das ist vorbei.
Heut ist sie ein Volley-As.
Und ein kleines Wunder, Wunder, Wunder….“

Eure Ding-Ding-Peng

 

*Man verzeihe mir, dass die anatomische Korrektheit der sprachlichen Dramatisierung untergeordnet wurde.

** Bezeichnenderweise kenne ich kein japanisches Emoticon für „irres Lachen“.

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Eine Antwort zu Gelbe Gefahr

  1. Ali Schwarzer schreibt:

    „An Philipp Röslers Werdegang lässt sich die Entwicklung besonders gut beobachten: geboren in Südvietnam, geschickt getarnt durch einen harmlosen Namen.“

    *muahaha* Ich denke, ich lese dich jetzt öfter.

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